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Die kleine Yacht für den Steg vor der Tür

Von Norbert Gisder Eine Wasserdusche nach der anderen fegt über das Deck des Runabout.
Von Norbert Gisder Eine Wasserdusche nach der anderen fegt über das Deck des Runabout. 35 Knoten Geschwindigkeit zeigt der Tachometer im edlen Oval des Instrumentenblocks, in dem auch das Mahagonilenkrad mit den gelochten Stahlspeichen Platz gefunden hat. 35 Knoten. Mal 1,852 bezeichnet die Kilometer pro Stunde, mit denen Piloten dieses vielleicht schönsten unter den modernen Retro-Sportbooten ihre Bahn ziehen. Das Tempo kann man mit dem Gefühl vergleichen, das man in einer Sportlimousine hat, die mit 250 über die Dorfstraße heizt.
Dabei sind die erstaunlichsten Stunts mit diesem idealen Sporttrainer für den ambitionierten Wasserski-Crack möglich: In voller Fahrt greift etwa unser Test-Pilot in die Speichen und zieht das Lenkrad über Backbordbug zu. Immer enger dreht sich der Vollgleiter. Schließlich zeigt der Kreis des eigenen Fahrwassers kaum noch den Durchmesser von vier Bootslängen. Wir haben die Klinkerbauten von Berliner Bürgerbräu und das Wassersportzentrum Berlin in Köpenick hinter uns. Die Idylle der Müggelspree im Südosten Berlins läßt uns den anderen Reiz des schönen Bootes atmen: Das Promenieren. Zwei Tage haben wir den Kurvenstar aus der österreichischen Frauscher-Werft mit dem weltweit besten Sportboot-Dieselaggregat aus der VW-Marine-Produktion getestet - von der Marina Lanke in Spandau aus über Havel und Spree die Innenstadt durchquert, Schloß Bellevue, Kanzleramt, den neuen Berliner Hauptbahnhof, die Museumsinsel und die rostige Ruine des Palastes der Republik passiert. Zwei Tage Vergnügen. Zwei Tage auf der edelsten Tochter jener Retro-Werft, die bereits in dritter Generation immer noch von der selben Familie geführt wird und diese Charakterboote zu einer weltweit bekannten Marke gemacht hat, die neben Riva (Italien) und Boesch (Schweiz) zu den Sympathiesymbolen auf dem Wasser zählen: Frauscher. 6000 Sportboote mit dem nostalgischen Schriftzug auf der Wasserlinie fahren weltweit, fast 150 kommen jedes Jahr hinzu. In diesem Jahr mit einem neuen Hype: Zwei Frauscher 757 St. Tropez sind erstmalig mit dem Volkswagen V6 TDI Marinemotor ausgestattet, dessen 225 PS den Teak-Stahl-Hightech-Athleten spielerisch und mit wunderbar perfektioniertem Wirkungsgrad der großen, neigungsoptimierten Schraube auf V-Max schieben, ebenso brachial wie wirkungsvoll auch wieder zum Stillstand bringen. Die Symbiose von Boot und Motor scheint fürwahr perfekt. In der Gläsernen Manufaktur in Dresden baut der Wolfsburger Konzern sogar eigens für diese Wunderyacht zwei Phaeton-Sondermodelle, die in Ausstattung und Lack mit Boot und Trailer aus Österreich abgestimmt werden. Nicht nur Volkswagen Marine und ihr neuer V6 TDI-Marine-Motor "TDI 225-6" kommen dabei gut weg. 120 000 Euro legen Käufer für ihre Passion gern auf die Back. Daß sich Kunden später möglicherweise sogar für einen anderen Motor als den von VW entscheiden, daß sie gänzlich auf eine Verbrennungsmaschine verzichten und die Naturnähe mit einem Elektromotor kultivieren, wird ebensowenig der Laufruhe wie dem sehr effizienten Schub der alternativen Antriebe schaden. Schließlich ist die Nobelwerft, in der übrigens ein Daycruiser in der 10-Meter-Klasse gebaut werden soll, auch der größte Hersteller von Elektro-Sportbooten weltweit. (Mitarbeit: Jenny May)
Hat der Zugbegleiter, der ein Mädchen wegen fehlenden Tickets aus einem Regionalexpress warf, richtig gehandelt?

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