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"Warum sollten wir nicht weiter mitsegeln?"

Der Mann pumpt 50 Millionen Euro in sein privates America's Cup-Team. Er ist damit der erste deutsche Herausforderer im Kampf um die populärste Segeltrophäe der Erde.
Der Mann pumpt 50 Millionen Euro in sein privates America's Cup-Team. Er ist damit der erste deutsche Herausforderer im Kampf um die populärste Segeltrophäe der Erde. Ralph Dommermuth wurde für seine Visionen auf der noch bis morgen laufenden "hanseboot" von Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg-Messe und Congress GmbH (HMC) mit dem hanseboot-Preis für herausragende Leistungen im Wassersport geehrt. Im Gespräch mit der Berliner Morgenpost erzählt der Internet-Unternehmer aus Montabaur (GMX, 1+1, web.de) über seine Motive und die rasant steigende Attraktivitätskurve des Segelsports, der in den kommenden Jahren "einen unheimlichen Hype erleben" dürfte, wie der Geehrte vermutet. Mit Ralph Dommermuth sprach Norbert Gisder.
Berliner Morgenpost: Sie bewegen zur Zeit im Segelsport mehr als die meisten anderen in Deutschland, Herr Dommermuth. Sie sind Hauptgeldgeber für das United Internet Team Germany und den ersten deutschen America's Cup Herausforderer. Was segeln Sie privat?
Dommermuth: Gar nichts
Aber Sie haben einen Segelschein!
Nun ja, aber ich segle schon lange nicht mehr aktiv. Ich hatte früher eine Laser II Jolle. Die habe ich meinem Sohn geschenkt, das letzte mal war ich vor 15 Jahren damit unterwegs...
Treiben Sie Wassersport?
Nun, ich fahr mit meinem Segelboot rum, aber das ist ja kein Sport in dem Sinn.
Mit welchem Segelboot?
Mit meinem Boot, einer modernen Jongert.
Wo findet man Sie damit?
Zur Zeit in Antibes, Südfrankreich.
Lässt Ihre Arbeit Ihnen denn überhaupt noch Zeit für diesen schönen Freizeitausgleich?
Ja, gelegentlich, meist an Wochenenden.
Wie sind sie auf die Idee gekommen, den ersten deutschen America's Cup-Herausforderer aufzustellen?
Das war zunächst gar nicht meine eigene Idee gewesen sondern die eines Mitarbeiters aus den USA. Der hat mir im Herbst 2004 eine Mail geschrieben mit dem Wortlaut: "Klingt vielleicht ein bisschen verrückt, aber was halten Sie davon, wenn wir ein America's Cup Boot sponsern?" Dieser Satz hat bei uns viel ausgelöst.
Sie haben sich dazu sofort entschlossen?
Nein. Der Mitarbeiter hat mir zunächst die Präsentation des neuseeländischen Bootes dazugelegt. Wir haben dann mit den Neuseeländern gesprochen, auch von einigen anderen Teams haben wir Unterlagen angefordert. Ich habe schließlich aber die Meinung vertreten, es werde keinen interessieren, wenn wir auf das neuseeländische oder amerikanische Boot unser Logo kleben. Und somit entschieden: lasst uns ein deutsches Boot machen.
Hat man Sie im deutschen Challenger Yacht Club von Anfang an mit offenen Armen empfangen?
Diese Schiene kam eher zufällig zustande. Ich wollte zuerst mit Michael Illbruck starten. Nun war am 29. April dieses Jahres die verlängerte Anmeldefrist zu Ende, das war ein Freitag. Und gerade am Sonntag davor haben Herr Michael Illbruck und ich beschlossen, doch nicht zusammen zu starten.
Glückwunsch zum bisherigen Erfolg, das Boot in die Konkurrenz geschickt zu haben. Nun waren Sie rein sportlich nicht von herausragendem Erfolg gekrönt. Was planen Sie weiter und wie lange wollen Sie denn die Kampagne fortsetzen?
Das hängt davon ab, wie der sportliche Erfolg und wie die Resonanz der Medien verläuft. Auch davon, ob Image und Reichweite unserer Marken verbessert wurden. Und natürlich davon, wie es der Firma wirtschaftlich geht und wie es mir privat geht. Ob ich das Geld habe oder nicht. Es hängt auch davon ab, wo der nächste Cup stattfindet. Wird in China oder in Südafrika gesegelt? In Amerika oder Neuseeland? Oder in Europa?
In Europa wären Sie eher bereit, den Kampf um den Cup fortzusetzen als in China?
Wenn sich alle Fragen positiv beantworten, sind wir natürlich dabei. Vernünftiger sportlicher Erfolg, ordentliche Berichterstattung in den Medien, der Cup findet wieder in Europa statt - warum sollten wir dann nicht weiter mitsegeln? Aber wenn der Cup zum Beispiel zurück nach Neuseeland geht, dann wird es für uns schwieriger, da die Sendeanstalten andere Übertragungszeiten haben, die Berichte nachts gesendet werden. Außerdem können wir dort nicht mal eben unsere Kunden hinfliegen. All das muss man abwägen. Aber wenn die Vorzeichen so sind, wie sie gerade sind, machen wir sicher weiter mit.
Und zu den Finanzen noch ein Wort?
Kann ich noch nicht abschließend beantworten Wir sind ja noch gar nicht in der Phase wo wir über einen "Pay Out" reden können, wir sind noch voll in der Investitionsphase.
Nun, Ihre Marketer sagen, die Bekanntheit Ihrer Marke 1&1 habe sich zum Beispiel verdoppelt. Und Sie rechnen mit einer weiteren Verdoppelung.
Ja das ist unser Ziel in den nächsten Monaten.
Resultiert aus dieser Verdoppelung auch eine Verdoppelung der Kunden-Verträge?
Antwort und das ganze Interview:
www.morgenpost/klarzurwende

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