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Die Rivalen: Renault, Peugeot, Opel, Mazda und Honda

Seit den ersten Herbstpräsentationen, die der IAA folgten, zeigen Hersteller, dass ihre automobilen Rivalen zum Golf V so gut wie nie zuvor für einen Wettbewerb gerüstet sind. Allen gemein: Technik und Ausstattung wurden nochmal erheblich verbessert. Wer ein Auto in der nach dem Golf benannten Kompaktklasse als dem umsatzstärksten und damit bedeutendsten Segment am Markt sucht, hat die Qual der Wahl auf einem Niveau wie nie zuvor.
Meistverkauftes Auto bleibt dabei der Golf - in seiner 5. Generation mit dem völlig neuen Fahrwerk und einem Innenraum auf Phaeton-Niveau. Zum Start ab Mitte Oktober gibt es ihn zu einem unveränderten Grundpreis von 15 220 Euro als Drei- oder Fünftürer, zunächst mit je zwei Benzin- und Diesel-Motoren. (Alles über die Aufpreispolitik und die Möglichkeiten, den Kompaktseller aus der Golfsburg zum 30.000-Euro-Auto aufzurüsten, lesen Sie am Mittwoch im Autoteil.)
Schärfster Konkurrent wird der Opel Astra der nächsten Generation, die im Frühjahr 2004 auf den Markt kommt. Ja, viele sagen, die Rüsselsheimer übertreffen die Wolfsburger sogar: Der Astra sieht - hieß es auf der IAA mehrheitlich - nicht nur besser aus, bietet nicht nur mehr Platz, sondern macht technisch mit dem elektronisch geregelten Fahrwerk und der Premiere des aktiven Kurvenlichts einen Sprung an die Spitze seiner Klasse.
Acht Motoren gibt es vom Start weg zur Wahl, der Caravan folgt im Sommer darauf, bis zum Debüt des noch dynamischeren Dreitürers wird allerdings noch ein ganzes Jahr vergehen.
Doch auch die Importeure legen nach und bieten mit völlig neuen Baureihen sowie mehr Varianten und Nischenmodellen noch manch interessante Alternative für potenzielle Wechselspieler. Als ebenso sportliche wie geräumige Alternative zur heimischen Hausmannskost kommt noch in diesem Monat der Mazda3 auf den Markt. Er lockt mit einem Hauch von Alfa, mit dem größten Innenraum im Segment, und Preisen ab 14 990 Euro. Unter der Haube bietet er mit nur zwei Benzinern mit bis zu 110 kW/150 PS allerdings etwas wenig Alternativen.
Ebenfalls mit einem frisch geschärften Profil kommt dieser Tager der gründlich überarbeitete Honda Civic auf den Golf-Platz. Dabei bekommt der Dreitürer noch mehr sportliche Dynamik, während der Fünftürer künftig noch mehr Platz im Fond hat. Sogar einen Hybrid-Antrieb, mit dem der Verbrauch in der Kombination von Benzin- und Elektromotor auf 4,9 Liter sinkt, wird angeboten.
Die wirklich ernst zu nehmenden Wettbewerber allerdings kommen aus Frankreich. Dort hat man die Offensive längst auf ein breiteres Fundament gestellt. So schickt Renault den neuen Mégane ein Jahr nach der Premiere nun in sieben Varianten ins Rennen und lockt die Kundschaft jetzt auch mit gleich zwei kompakten Vans, einem Stufenheck, einem Grandtour und dem lustvollen CabrioCoupé. Und während man bei Opel und VW nicht einmal einen Kombi kriegt, rollt Peugeot den 307 mit einem Cabrio als cc mit faltbarem Hardtop auf die Straßen (erster Fahrbericht demnächst).
rms; tg; Norbert Gisder