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Wieser schlägt Schümann

Mit der attraktiven Laser Radial Sportlerin Paige Railey (19) aus Florida, USA, wurde dieser Tage ein bisher eher bei Insidern bekannter Teenager zum Weltsegelstar gekürt: ISAF Weltsegler des Jahres (Rolex World Sailor of the Year) darf sich die Lady seit der Siegesfeier in Helsinki nennen.
Mit der attraktiven Laser Radial Sportlerin Paige Railey (19) aus Florida, USA, wurde dieser Tage ein bisher eher bei Insidern bekannter Teenager zum Weltsegelstar gekürt: ISAF Weltsegler des Jahres (Rolex World Sailor of the Year) darf sich die Lady seit der Siegesfeier in Helsinki nennen. Das ist so eine Art "Segelqueen of the World". Gemeinsam mit dem siegreichen Skipper des diesjährigen Volvo Ocean Race Mike Sanderson, dem "Segelkönig" aus Neuseeland, wurde Paige Railey (kl. Foto) vom Weltsegelverband ISAF (International Sailing Federation) in Finnland zu Segellegenden von morgen gemacht. So geht das dieser Tage: gestern noch Nobody, morgen schon, dank Inspiration, Seemannschaft und präziser Kenntnisse von Wetter, Navigation und Schiffstechnik ein Superstar unterm Wind.
Das 15. Berlin Match Race auf dem Großen Wannsee ist ein anderes Beispiel: Mit dem Sieg von Markus Wieser steht ein Mann auf dem Gipfel seiner Karriere. Denn Wieser hat durch seinen Sieg über Jochen Schümann, der eben nicht mehr "nur" Weltmeister, sondern erster Verteidiger eines europäischen Syndikats im Kampf um den America's Cup beim aktuellen Cup-Inhaber "Alinghi" ist, einen Helden von heute besiegt. Das macht aufmerksam.
Insgesamt sechs America's Cup Teams waren bei diesem Grade two-Ereignis dabei, das vom Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) organisiert wird, nach dem Hamburger SC Rhe zweitältester Deutscher Segelclub. Im Schlussspurt lieferten sich Wieser und Schümann ein Finale von Format: Im dritten Lauf hat Schümann zwar den besseren Start, wählt mit der linken intuitiv die richtige Seite, bleibt aber einen Moment in einem Windaussetzer hängen. Damit verliert er seinen Startvorteil. Auf der ersten Vorwindstrecke gelingt es Wieser, den Gegner in Luv zu passieren. Diesen Vorsprung verteidigt er bis ins Ziel. Es steht 3:0. Das Finale ist entschieden, Sieger Marcus Wieser (VSaW). Wieser schraubt die Zahl seiner Berlin Match Race-Titel auf fünf. Jochen Schümann hat sechs. Hunde-Wetter und eisige Kälte. Die Fahrgastschiffe für Zuschauer sind bis an den Rand ihrer Kapazitäten mit Segelfans aus allen Teilen Deutschlands, aus vielen Ländern Europas besetzt. Nach dem Ausscheiden von Michael Haestbaek, dem Vertreter des deutschen America's-Cup-Bootes "Germany 1" bereits am ersten Regattatag, segeln die beiden Dänen um den 3. Platz, das so genannte "kleine Finale", das Jesper Radich gewinnt.
Finalkrimi auch beim Ladies Only-Match Race 2006 auf der Hamburger Außenalster. Die Teams um Steuerfrau Silke Hahlbrock und Ulrike Schümann liegen Kopf an Kopf. Erst im dritten Kampf "Boot gegen Boot" hat die Hamburgerin Hahlbrock - wegen einer Strafrunde der Berlinerin Schümann in der Vorstartphase - die Nase vorn. Sieben Nationen schickten ihre besten Sportlerinnen zum Hamburger Segel Klub.
Zurück zu Paige Railey. Zurück zu Ralph Dommmermuth, dem Träger des hanseboot-Preises 2006: "Den deutschen Segelsport erwartet ein Hype", hat der United Internet-Vorstandschef dieser Zeitung im Interview am 4. November gesagt. Wir werden es erleben: Berlin Match Race und Ladies Only Cup sind Meilensteine. Das schnelle Segeln Boot gegen Boot, wie es bei der Mutter aller Match Races, dem America's Cup 2007 im nächsten Sommer 1,5 Milliarden Zuschauer, Zuhörer und Leser weltweit verfolgen, gewinnt an Popularität. Der gesamte Segelsport gewinnt. Und: Ansteckung droht! Auch dem, der sich bisher resistent glaubte.

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