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Lauterbachs Vilm-Legende

Die modernen Klassiker des Bootsbaus Rügen: Exportschlager aus Tradition

von Norbert Gisder und Sabine Pahlke

Sie gelten als moderne Klassiker par excellence, als Schiffe, die die Meere der Welt beherrschen. Fast anachronistisch wirkte das bis zum Fall der deutsch-deutschen Grenze vor allem deshalb, weil die Yachten in den 60er Jahren von Wolfgang Lenz auf Rügen entwickelt worden sind. Der Bootsbauer schuf mit der Marke Vilm solide Fahrtenschiffe, die von der DDR als Geldesel für den Export auserkoren wurden. Selbst im materialverwöhnten Westen bestaunte man die Qualität aus Lauterbach.

Seit April führt nun Matthias, Jüngster von fünf Kindern des vor einem Jahr ermordeten Unternehmensgründers, die Geschäfte. Er modernisiert die Flotte konsequent weiter. Und so kommt es, daß mittlerweile selbst bei komfortverwöhnten Seglern aus den USA die modernen Vilm-Klassiker nicht nur als "typical german" gelobt, sondern so umfassend nachgefragt werden, daß die Werft die Nachfrage nicht befriedigen kann. So viel Prosperität läßt die Landschaften um Rügen nicht nur zur Rapszeit blühen.

Segeln, die teuerste Art, langsam und unbequem zu reisen? "Wir arbeiten gegen dieses Image an", lacht Matthias Lenz. Wer sich an Bord einer Vilm einmal wohl gefühlt hat, weiß den Erfolg zu schätzen. Auf den Schiffen der Werft kann man getrost und komfortabel wohnen. Kajüten, Pantry, Salon und Naßzelle bieten reichlich Bewegungsfreiheit. Steuermann und Navigator profitieren vom überdachten Ruderstand und einem großzügigen Kartenplatz an Deck. Einhängbare Sitzbänke davor lassen auch lange Touren selbst bei erheblicher Krängung nicht zur Tortour werden. Und wenn bei Schlechtwetter die Crew an Deck unter der Persenning trocken bleibt, empfindet mancher Sportler, der bisher über "Motorsegler" eher gelächelt hat, heimlich Sehnsucht nach ein bißchen mehr Schutz. Der ist bei allen Yachten der Werft Programm. Die Großschotführung etwa ist so eingerichtet, daß die Persenning geschlossen bleiben kann, wenn es draußen aus allen Wolken schüttet. Für ein gemütliches Beisammensitzen im Hafen wird ein sonst sicher in der Backskiste verstauter Tisch mit ein paar Handgriffen an Deck verankert und bietet großzügigen Eßplatz im Freien. Im Salon finden sechs Erwachsene Platz. Und selbst in der Achterkajüte sorgt ein ausziehbarer Kartentisch für bequemes Arbeiten.

"In allen Details steckt die langjährige Segelerfahrung meines Vaters", sagt Matthias Lenz. Über Jahre hat er immer wieder getüftelt und verbessert. Stabilität und Sicherheit vom Material bis hin zur Technik lautete sein Credo. Ausgefeilte Details, die das Leben an Bord angenehmer machen, kamen hinzu. Die Kunden schätzen das. "Es sind erfahrene Segler", sagt Matthias Lenz, "Leute mit viel Praxis, die genau wissen, was sie brauchen." Also wird jedes Boot mit dem späteren Nutzer zusammen geplant.

Schon die erste Vilm von 1967 stieß ob solcher Detailverliebtheit seiner Konstrukteure auf der Bootsshow in London auf Interesse. Seither entstanden auf dem 6000 qm großen Werftgelände am Greifswalder Bodden mehr als 250 der langlebigen Boote. Von Nordschweden bis Namibia, von Malaysia bis Miami trifft man ihre Eigner mit den stolzen Labels der Rüganer Werft. Und selbst die allererste Vilm sticht von ihrem Heimathafen in Belgien noch regelmäßig in See.
" Beim Bootsbau Rügen sind sogar die Fußbodenbretter von unten lackiert" lobte ein Fachblatt nach umfangreichen Tests. So viel Snobismus fand in den USA sogleich Fans. 2002 wählte das Magazin "Cruising World" die Vilm 116 zum "Boat of the Year".
Nun will Vilm-"Regisseur" Matthias Lenz sein europäisches Händlernetz verbessern. Bedarf sieht der 34-jährige Werftchef bei der seefesten Kundschaft in Skandinavien und Groß Britannien.

Artikel erschienen am Sa, 4. Juni 2005 (Die Welt)

 


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